Erschöpfung entsteht selten plötzlich. Oft ist sie das Ergebnis von langanhaltendem innerem Druck, hoher Verantwortung, emotionaler Daueranspannung oder dem Gefühl, ständig funktionieren zu müssen. Viele Menschen erleben dabei nicht nur Müdigkeit, sondern ein tiefes Ausgebranntsein, das sich körperlich, emotional und mental zeigt.
Vielleicht kennst du Zustände wie:
anhaltende Müdigkeit trotz Schlaf
innere Unruhe oder emotionale Leere
Reizbarkeit, Rückzug oder Überforderung im Alltag
Konzentrationsschwierigkeiten oder Entscheidungsmüdigkeit
das Gefühl, den eigenen Körper kaum noch zu spüren
Erschöpfung und Burnout sind keine Zeichen von Schwäche. Sie sind oft Ausdruck eines überlasteten Nervensystems, das über längere Zeit hinweg eigene Grenzen übergehen musste.
Wenn der Körper die Notbremse zieht
Im Zustand von Erschöpfung ist das Nervensystem häufig dauerhaft im Alarm- oder Erschöpfungsmodus. Regeneration fällt schwer, selbst kleine Anforderungen können überwältigend wirken. Viele Betroffene versuchen, sich weiter zusammenzureißen – obwohl der Körper längst nach Entlastung ruft.
Körperorientierte und traumasensible Begleitung setzt genau hier an. Nicht mit Leistungssteigerung oder schnellen Lösungen, sondern mit dem Wiederherstellen von Regulation, Selbstwahrnehmung und innerem Halt.
Körperorientierte Begleitung bei Erschöpfung
In meiner Arbeit verbinde ich körperpsychotherapeutische Ansätze, NARM®-Therapie und Elemente der Nervensystem-Regulation. Wir richten den Blick weniger auf das „Warum“ im Außen, sondern auf das, was im Körper und im inneren Erleben geschieht.
Dabei geht es unter anderem darum:
frühe und aktuelle Überlastungsmuster zu erkennen
Stressreaktionen im Körper wahrzunehmen und zu regulieren
wieder Zugang zu Bedürfnissen, Grenzen und Ressourcen zu finden
das Nervensystem schrittweise zu stabilisieren
neue Formen von Selbstfürsorge und innerer Orientierung zu entwickeln
Der Prozess verläuft in deinem Tempo. Erschöpfung braucht keinen weiteren Druck – sondern einen Raum, in dem Ankommen und Nachlassen möglich werden.
Burnout als Wendepunkt
Ein Burnout kann sich wie ein Zusammenbruch anfühlen. Gleichzeitig kann er ein Signal für notwendige Veränderung sein: im Umgang mit dir selbst, in Beziehungen, in Arbeit oder Lebensgestaltung. Begleitung kann helfen, diesen Übergang nicht allein bewältigen zu müssen.
Ziel ist nicht, möglichst schnell wieder „zu funktionieren“, sondern eine tragfähige innere Basis aufzubauen, aus der heraus neue Entscheidungen entstehen können